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Tour Transalp 2015 — Fahrradfaszination auf einzigartigen Strecken

Transalp Europas spektakulärstes Rennrad-Etappenrennen für Hobbyradsportler und Fahrrad-Begeisterte über die Alpen präsentierte 2015 wieder eine spannende und anspruchsvolle Strecke. Von Sonthofen in Deutschland ging es in sieben Tagesetappen über 884,61 Kilometer und 21 Alpenpässe mit insgesamt 19.132 Gesamthöhenmeter durch Österreich und die Schweiz bis nach Italien an den Gardasee.

Premiere als Etappenort feierte in diesem Jahr Davos im wunderschönen Schweizer Kanton Graubünden. Der Startschuss zur 13. Schwalbe TOUR Transalp fiel am 28. Juni 2015, das Finale war am 4. Juli 2015.

Die „Woche der Alpenpässe“ begann in Sonthofen mit einem gemütlichen Einrollen Richtung österreichische Grenze nach Imst. Gleich vier Pässe gilt es zum Anfang zu bewältigen, darunter auch das Hahntennjoch. Die erste richtige Herausforderung folgt allerdings an Tag zwei: Auf dem Weg in den Schweizer Etappenort Davos bietet die Kombination dieser Etappe mit der Pillerhöhe und dem wunderschönen Flüelapass landschaftliche Faszination und sportliche Herausforderung zugleich.

Etappe drei der TOUR Transalp 2015 gehörte definitiv zu den schönsten Strecken der beliebten Alpenüberquerung. Auf 133,17 Kilometern bieten Julierpass, Berninapass und der Forcola di Livigno lange Anstiege aber auch atemberaubende Ausblicke in die Viertausender-Massive der Alpen. Über die Grenze führte die Etappe in die italienische Lombardei nach Livigno. Von hier aus startete am nächsten Tag die Königsetappe: 142,86 Kilometer und fünf Pässe mit insgesamt 3.475 Höhenmetern galt es auf dem Weg von Livigno nach Aprica zu bewältigen. Kein leichtes Unterfangen, warteten doch unter anderem der Passo Gavia, mit 2.621 Metern Höhe der höchste Pass der diesjährigen Tour, und der gefürchtete Passo Mortirolo mit seinen kurzen steilen Anstiegen auf die Teilnehmer. Zum Abschluss dieser Etappe hatte sich Streckenchef Marc Schneider mit der Passankunft in Aprica noch einmal etwas Besonderes ausgedacht.

Etappe fünf war mit 136,16 Kilometern zwar lang, doch auf dem Weg zum Ziel in Kaltern ging es mit mäßigen Steigungen und langen Abfahrten ins Val di Sole und durch das Val di Non durch liebliche Obstplantagen und Weinanbaugebiete. Stilgerecht war die Zieleinfahrt in Kaltern bei der Weinkellerei, die wieder einmal mit einer Wein-Sonderedition auf die TOUR Transalp-Teilnehmer wartete. Durch das Herz der besten Weinlagen von Südtirol und Trentino fuhr man auf der sechsten Etappe. Vom Kalterer See ging es durch die Plantagen im Etschtal vorbei an den berühmten Weinorten Tramin, Kurtatsch und Magreid über die Grenze zum Trentino in die nicht weniger namhaften Orte Mezzocorona und San Michele al Adige. Bis zum nächsten Etappenort, dem bezaubernden Trento, galt es 127,04 Kilometer und 2.225 Höhenmeter zu bewältigen — ein Spaß im Vergleich zu den anderen Etappen dieser TOUR Transalp. Die finale siebte Etappe von Trento nach Arco in der Nähe des Gardasees führte noch einmal über die letzten drei Pässe der Alpenüberquerung, war aber mit 2.266 Höhenmetern über 90,63 Kilometer ein wahrer Schlussspurt. Auf landschaftlich wie sportlich sehr reizvollen Streckenabschnitten ging es über kleine Bergstraßen vorbei an Gebirgsseen und durch Almwiesen Richtung Gardasee. Über eine lange mit Bäumen gesäumte Allee rollten die Teilnehmer schließlich in Arco über die Ziellinie.

Details zum diesjährigen Streckenverlauf und den Etappenorten sowie ausführliche Informationen zum Anmeldeprozess sind unter www.tour-transalp.de zu finden.

Ich denke zwar, dass wir hier mit mit einem unerer Indienradmodelle nicht wirklich eine Chance gegen die vielen Carbonrenner gehabt hätten, aber die Tour wie damals die Tour de France 1903 mit 2 Gängen zu bewältigen, wäre schon eine Herausforderung ersten Ranges. Man sieht sich.

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